orgelmusik in solothurn
domorgel

CHORORGEL

Carl Joseph Maria Bossart, 1773

I/P (angehängt) /12
1972 restauriert durch Firma Metzler Dietikon

 

Unmittelbar nach der Vollendung der Grossen Orgel beauftragte man Carl Josef Maria Bossart (1736–1795) am 29. September 1772 eine kleine Orgel auf der Chorempore zu erstellen. Sie sollte auf einem Manual 12 Register und ein angehängtes Pedal enthalten.
Der St.-Ursen-Tag im Jahre 1773 wurde als Weihetermin gewählt.

 

Bistumskathedrale St. Urs und Viktor Solothurn, Chororgel  erbaut von Carl Joseph Maria Bossart 1773

Bistumskathedrale St. Urs und Viktor Solothurn, Chororgel
erbaut von Carl Joseph Maria Bossart 1773
1972 restauriert durch Firma Metzler Dietikon

 

Disposition der Chororgel, 1773

 

Manual C–c3 (45 Tasten mit erster kurzer Oktave)

Principal 8’
Coppel 8’
Viola di gamba 8’
Octav 4’
Flauto 4’
Quinta 2 2/3’
Superoctav 2’
Flageolet 2’
Larigot 1 1/3’
Tertia 1 3/5’
Mixtur

Pedal C–a (angehängt)

 

 

1903 erstellte die Firma Kuhn neben der Chororgel, die nicht abgebrochen wurde, ein neues pneumatisches Instrument mit 2 Manualen und 14 Registern.
Die Orgel von C. J. M. Bossart wurde nicht mehr gespielt und schliesslich gingen in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen grosse Teile des Pfeifenwerks verloren.

Im Jahre 1971 beschloss die Kirchgemeindeversammlung die alte Bossart-Orgel restaurieren zu lassen. Leider blieben nur wenige Teile erhalten. So das Gehäuse mit originalen Prospektpfeifen, Gehäuserückwand mit Spielschrank, Manual- und Pedalklaviatur, Manualwindlade, die gesamte Spiel- und Registertraktur mit Wellenbrett, Teile der Windanlage und Reste des Pfeifenwerks.
Die Firma Metzler Dietikon wurde beauftragt die Orgel zu restaurieren und fehlende Pfeifen anhand der erhaltenen Instrumente im Kloster Muri zu rekonstruieren.
Bei den Restaurierungsarbeiten wurde die pneumatische Orgel der Firma Kuhn abgetragen.

 

 

Aktuelle Disposition der Chororgel

erbaut von Carl Joseph Maria Bossart 1773
1972 restauriert durch Firma Metzler Dietikon

 

Manual C–c3

Principal 8’
Coppel 8’
Viola di gamba 8’
Octav 4’
Flauto 4’
Quinta 2 2/3’
Superoctav 2’
Flageolet 2’
Larigot 1 1/3’
Tertia 1 3/5’
Mixtur 3-fach 2’
Sesquialtera 3-fach 1 1/3’

Pedal C–a (angehängt)

 

Windladen: Schleifladen
Traktur: mechanisch
Registratur: mechanisch