orgelmusik in solothurn
domorgel

HAUPTORGEL

Carl Theodor Kuhn, 1942

IV/P/55
Schleifladen mit elektrischer Spiel- und Registertraktur

 

Die Grosse Orgel von V. F. Bossart, 1773

Seit dem Mittelalter stand an der Stelle der heutigen St.-Ursen-Kathedrale das St.-Ursen-Münster, welches das Zentrum des im Jahre 870 gegründeten Chorherrenstiftes bildete. Im Jahre 1762 wurde der Neubau des Münsters beschlossen. Die Bauleitung übertrug man dem Architekten Gaetano Matteo Pisoni (1713–1782) aus Ascona.
Noch bevor der Bau der Kirche vollendet war, wurde am 13. April 1763 ein Vertrag mit dem Orgelbauer Viktor Ferdinand Bossart (1699–1772) für eine Orgel mit drei Manualen und 37 Registern unterschrieben. Dem Orgelbauer war aber die Fertigstellung der Orgel nicht mehr vergönnt. Er verstarb 1772.
Die Grosse Orgel wurde ein Jahr später von seinem Sohn Carl Josef Maria Bossart (1736–1795) vollendet.

 

Bistumskathedrale St. Urs und Viktor Solothurn Orgel erbaut von Carl Theodor Kuhn 1942

Bistumskathedrale St. Urs und Viktor Solothurn
Orgel erbaut von Carl Theodor Kuhn 1942 ( IV/P/55)
Gehäuse 1773

 

Disposition der Grossen Orgel, 1773:

 

Hauptwerk C–d3

Bourdon 16’
Principal 8’
Gamba 8’
Copell 8’
Octav 4’
Fleute Dous 4’
Nassat 3’
Superoctav 2’
Flageolet 2’
Tertia 1 3/5’
Larigota 1 1/3’
Fournitur 2-fach
Mixtur 3-fach
Sesquaealtera 3-fach
Trompeten 8’

 

Pedal C–a

Subbass 16’
Bourdon 16’
Principal Bass 8’
Quinta 6’
Octav 4’
Mixtur 3-fach
Posaunen Bass 8’

 

 

 

Im Jahre 1896 wurde durch das damalige Unternehmen Kuhn Männedorf in das bestehende Gehäuse eine neue pneumatische Orgel eingebaut.
Das gesamte Pfeifenmaterial von Bossart schmolz man beim Neubau ein. Als Besonderheit wurde die Orgel mit einem elektrisch gesteuerten Fernwerk ausgestattet.

1942 wurde unter Verwendung des bestehenden Pfeifenmaterials die Orgel durch Orgelbau Th. Kuhn erweitert.
Die Grosse Orgel wurde auf 4 Manuale mit neu 53 Registern erweitert. Eine elektrische Spiel- und Registertraktur wurde gebaut und das Fernwerk von 1896 entfernt.

Schliesslich erweiterte man 1975 die Disposition der Orgel um weitere 2 Register.

 

 

Aktuelle Disposition der Grossen Orgel, 1942 (1975)

 

III. Schwellwerk C–g3 (schwellbar)

Gedackt 16’
Principal 8’
Hohlflöte 8’
Salicional 8’
Unda maris 8’
Octav 4’
Nachthorn 4’
Quinte 2 2/3’
Waldflöte 2’
Terz 1 3/5’
Scharf 6–8f. 1 1/3’
Zimbel 4f. 1/2’
Trompette harm. 8’
Oboe 8’
Clairon 4’
Tremolo

 

IV. Kronpositiv C–g3 (schwellbar)

Spitzflöte 8’
Rohrflöte 8’
Dolcean 4’
Gedacktflöte 4’
Flageolet 2’
Oktav 1’
Mixtur 4f. 1’
Schalmey 8’
Tremolo

 

Koppeln

II-I
III-I
IV-I
IV-III
III-II
I-P
II-P
III-P
IV-P
Generalkoppel

4 Manuale und Pedal
55 klingende Register
Windladen : Schleifladen
Traktur: elektrisch
Registratur: elektrisch
3 freie Kombinationen

 

 

 

Bilder | Kuhn-Orgel 1942